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Dienstcode: 1746

Antrag auf frühzeitige oder verlängerte Mutterschaft

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Beschreibung

Frühzeitige oder verlängerte Mutterschaft, wenn bei der ausgeübten Tätigkeit ein tatsächliches Risiko oder eine Gefahr für Schwangerschaft oder Mutterschaft besteht.


Wer kann den Dienst nutzen

  • Arbeitnehmerin;
  • Arbeitgeber oder Arbeitgeberin.

Voraussetzungen

Die Arbeitnehmerin muss:

  • schwanger sein oder höchstens 7 Monaten nach der Entbindung stehen;
  • den Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin unverzüglich über die Schwangerschaft informieren, indem sie eine Kopie des ärztlichen Zeugnisses mit dem voraussichtlichen Entbindungstermin vorlegt, das von einem Facharzt oder einer Fachärztin für Gynäkologie/Geburtshilfe unterzeichnet und abgestempelt wurde;
  • einen aktiven Arbeitsvertrag haben.

Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin ist laut Gesetzgebung verantwortlich für:

  • die Ermittlung möglicher Gesundheitsrisiken für die Arbeitnehmerin;
  • die Konsultation des zuständigen Arztes oder der zuständigen Ärztin (falls gesetzlich vorgeschrieben);
  • das Dokument der Risikobewertung aktualisieren;
  • die Information der Arbeitnehmerin über die Ergebnisse der Bewertung und die getroffenen Maßnahmen.

Wenn ein Risiko für die Schwangerschaft besteht, muss der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin:

  1. wenn möglich, die Aufgaben der Arbeitnehmerin vorübergehend ändern;
  2. sie für eine andere Tätigkeit einsetzen, die mit der Schwangerschaft vereinbar ist;
  3. wenn es keine andere Möglichkeit gibt, bei dem Arbeitsinspektorat einen Antrag auf vorzeitige Mutterschaft stellen.


Was benötigen Sie

Frühzeitige Mutterschaft

Um eine frühzeitige Mutterschaft zu beantragen, müssen Sie Folgendes vorbereiten.

Wenn Sie eine Arbeitnehmerin sind:

  1. Antragsformular;
  2. Anlagen zum Antrag:
  • eine Kopie des ärztlichen Zeugnisses über die Schwangerschaft mit dem voraussichtlichen Entbindungstermin, abgestempelt und unterzeichnet von einem Facharzt oder einer Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe;
  • eine Kopie der Vorder- und Rückseite eines gültigen Erkennungsausweises.
Wenn Sie ein Arbeitgeber oder eine Arbeitgeberin sind:
  1. Antragsformular;
  2. Anlagen zum Antrag:
  • eine Kopie der Vorder- und Rückseite eines gültigen Erkennungsausweises des gesetzlichen Vertreters oder der gesetzlichen Vertreterin;
  • Dokumente der Risikobewertung für die schwangere Frau und für die spezifischen Risiken, denen sie ausgesetzt ist.

Verlängerte Mutterschaf

Um eine verlängerte Mutterschaft zu beantragen, müssen Sie Folgendes vorbereiten:

  • wenn Sie eine Arbeitnehmerin sind:
  1. Antragsformular;
  2. Anlagen zum Antrag:
  • eine Kopie des ärztlichen Zeugnisses über die Schwangerschaft mit dem voraussichtlichen Entbindungstermin, abgestempelt und unterzeichnet von einem Facharzt oder einer Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe;
  • eine Kopie der Vorder- und Rückseite eines gültigen Erkennungsausweises;
  • eine Kopie des Geburtsscheins des Sohns/der Tochter;
  • eine Kopie des obligatorischen Mutterschaftsantrags für die beiden Zeiträume (vor der Geburt und nach der Geburt).
Wenn Sie ein Arbeitgeber oder eine Arbeitgeberin sind:
  1. Antragsformular:
  2. Anlagen zum Antrag:
  • eine Kopie der Vorder- und Rückseite eines gültigen Erkennungsausweises des gesetzlichen Vertreters oder der gesetzlichen Vertreterin;
  • Dokumente der Risikobewertung für die schwangere Frau und für die spezifischen Risiken, denen sie ausgesetzt ist.

Dieser Dienst ist gebührenfrei.
 


So wird es gemacht

Wenn Sie eine Arbeitnehmerin sind, können Sie Ihr Ansuchen elektronisch über den Online-Dienst myCIVIS einreichen, indem Sie wie folgt vorgehen:

  1. Klicken Sie auf folgenden Link: Online-Dienst myCIVIS, melden Sie sich an und Sie werden direkt zum Formular für das Ansuchen auf Ermächtigung weitergeleitet.
  2. Laden Sie das ärztliche Zeugnis über die Schwangerschaft mit dem voraussichtlichen Entbindungstermin, abgestempelt und unterzeichnet von einem Facharzt oder einer Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe hoch;
  3. Geben Sie die geforderten Daten ein und senden Sie den Antrag ab.

Sie können Ihren Antrag stellen, indem Sie die im Abschnitt „Was benötigen Sie für das Ansuchen“ genannten Formulare wie folgt einreichen:

Wenn Sie ein Arbeitgeber oder eine Arbeitgeberin sind, können Sie Ihren Antrag stellen, indem Sie die im Abschnitt „Was benötigen Sie für das Ansuchen“ genannten Formulare wie folgt einreichen:


So geht es weiter

Nach der Einreichung des Antrags führt das Amt eine Bewertung durch.

Die Genehmigung wird, sofern sie erteilt wird, gleichzeitig übermittelt:

  • an die auf dem Antragsformular angegebene E-Mail-Adresse der Arbeitnehmerin;
  • an die PEC des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin.

Wenn der Antrag unvollständig ist, fordert das Amt innerhalb von 7 Tagen zusätzliche Unterlagen von der Arbeitnehmerin oder vom Arbeitgeber oder von der Arbeitgeberin an.

Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin hat 8 Tage Zeit, die angeforderten Unterlagen vorzulegen.


Zeiten und Fristen

Die Maßnahme wird innerhalb von ein bis zwei Tagen nach Eingang der vollständigen Unterlagen erteilt und sowohl der Arbeitnehmerin als auch dem Arbeitgeber oder  der Arbeitgeberin mitgeteilt.

 


Häufig gestellte Fragen

Was ist eine frühzeitige oder verlängerte Mutterschaftsfreistellung?

Es handelt sich um einen Zeitraum, in dem die Arbeitnehmerin nicht arbeitet, um ihre Gesundheit während der Schwangerschaft oder nach der Entbindung zu schützen.
Angesucht werden kann:

  • eine frühzeitige Mutterschaft, wenn die Arbeit ein Risiko für die Schwangerschaft darstellt;
  • eine verlängerte Mutterschaft, wenn die Arbeit ein Risiko darstellt bis zum siebten Monat nach der Geburt.

Was geschieht, wenn Unterlagen im Antrag fehlen?

Wenn der Antrag unvollständig ist, sendet Ihnen das Arbeitsinspektorat innerhalb von 7 Tagen eine Aufforderung zur Ergänzung zu.
Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin hat 8 Tage Zeit, die fehlenden Unterlagen nachzureichen.

Was muss der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin tun, bevor er oder sie einen Antrag auf frühzeitige Mutterschaftsfreistellung stellt?

Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin muss:

  • die Risiken der ausgeführten Tätigkeiten für die Gesundheit der Arbeitnehmerin bewerten;
  • das Dokument der Risikobewertung entsprechend aktualisieren;
  • versuchen, die Tätigkeiten zu ändern oder die Arbeitnehmerin auf eine passende Tätigkeit  versetzen;
  • wenn dies nicht möglich ist, beim Inspektorat die frühzeitige Mutterschaft beantragen.