Beschreibung
Der Europäische Sozialfonds Plus (ESF+) ist das wichtigste Instrument der Europäischen Union (EU), um die Mitgliedstaaten und Regionen bei der Erreichung folgender Ziele zu unterstützen:
- hohe Beschäftigungsquoten;
- einen gerechten Sozialschutz;
- eine qualifizierte und widerstandsfähige Arbeitskräftebasis, die auf die Arbeitswelt der Zukunft vorbereitet ist;
- inklusive und kohäsive Gesellschaften mit dem Ziel, Armut zu beseitigen und die im Europäischen Pfeiler sozialer Rechte verankerten Grundsätze zu verwirklichen.
Für den Programmplanungszeitraum 2021–2027 verfügt das ESF-Programm der Autonomen Provinz Bozen über ein Finanzvolumen von 150 Millionen Euro, davon:
- 40 % aus EU-Mitteln;
- 42 % aus staatlichen Mitteln;
- 18 % aus Provinzmitteln.
Zur Umsetzung der Programmziele werden regelmäßig Ausschreibungen für die Einreichung von Projektvorschlägen veröffentlicht.
Das ESF-Programm 2021–2027 in der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol konzentriert sich auf drei strategische Prioritäten, die in sechs spezifische Ziele gegliedert sind.
Priorität 1: Beschäftigung
- ESO 4.1): Verbesserung des Zugangs zur Beschäftigung und der Aktivierungsmaßnahmen für alle Arbeitsuchenden, insbesondere für junge Menschen, vor allem durch die Umsetzung der Jugendgarantie, für Langzeitarbeitslose und benachteiligte Gruppen auf dem Arbeitsmarkt sowie für Nichterwerbspersonen, auch durch die Förderung der Selbstständigkeit und der Sozialwirtschaft;
- ESO 4.3): Förderung einer ausgewogenen Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern, gleicher Arbeitsbedingungen sowie einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, auch durch Zugang zu erschwinglichen Kinderbetreuungs- und Betreuungsdiensten für nicht selbstständige Personen;
- ESO 4.4): Förderung der Anpassung von Arbeitskräften, Unternehmen und Unternehmern an Veränderungen, Förderung eines aktiven und gesunden Alterns sowie eines gesunden und angemessenen Arbeitsumfelds, das die Gesundheitsrisiken berücksichtigt.
Priorität 2: Bildung und Ausbildung
- ESO 4.6): Förderung des gleichberechtigten Zugangs zu und des Abschlusses einer inklusiven und hochwertigen Bildung und Ausbildung, insbesondere für benachteiligte Gruppen, von der frühkindlichen Betreuung und Bildung über die allgemeine und berufliche Bildung bis hin zur tertiären Bildung und Erwachsenenbildung, auch durch die Förderung der Lernmobilität für alle und der Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen.
Priorität 3: Soziale Inklusion
- ESO 4.8): Förderung der aktiven Inklusion zur Förderung der Chancengleichheit, Nichtdiskriminierung und aktiven Teilhabe sowie zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit, insbesondere für benachteiligte Gruppen;
- ESO 4.11): Verbesserung des gleichberechtigten und rechtzeitigen Zugangs zu hochwertigen, nachhaltigen und erschwinglichen Dienstleistungen, einschließlich der Förderung des Zugangs zu Wohnraum und der personenzentrierten Pflege, auch im Gesundheitsbereich; Modernisierung der Systeme des sozialen Schutzes, auch durch die Förderung des Zugangs zum sozialen Schutz, mit besonderem Augenmerk auf Kinder und benachteiligte Gruppen; Verbesserung der Zugänglichkeit, auch für Menschen mit Behinderungen, der Effizienz und der Widerstandsfähigkeit der Gesundheitssysteme und der Langzeitpflege.
Portal coheMON
Über das Portal coheMON wird den Begünstigten der Initiativen ein Service angeboten, der es ermöglicht, Projekte einzureichen, integriert zu verwalten und detailliert abzurechnen.
